EEG Gmünd öffnet für Privathaushalte: Jetzt Teil der Energiegemeinschaft werden
Die Energiewende in Gmünd geht in die nächste Phase: Ab sofort können auch Privathaushalte und Betriebe im Gemeindegebiet Mitglied der Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaft Gmünd (EEG Gmünd) werden. „Wir setzen damit einen wichtigen Schritt in Richtung regionaler, krisensicherer und leistbarer Energieversorgung. Jeder, der mitmacht, trägt zur Unabhängigkeit und zum Klimaschutz in unserer Gemeinde bei“, sagt Bürgermeisterin Helga Rosenmayer.
energiegemeinschaften.ezn.at/gmuend
Als Mitglied der EEG Gmünd können Bürgerinnen und Bürger sowie Betriebe entweder Strom beziehen, selbst einspeisen (etwa mit der eigenen Photovoltaikanlage) oder beides kombinieren. Voraussetzung für eine Teilnahme ist die Installation eines Smart Meters. Die Anmeldung erfolgt unkompliziert online (energiegemeinschaften.ezn.at/gmuend). „Wir freuen uns, dass wir diesen Meilenstein erreicht haben. Die Energiegemeinschaft lebt vom Miteinander und dieses beginnt nun auch im Kleinen, in den Haushalten der Bevölkerung“, so Vizebürgermeister und EEG-Obmann Jürgen Trsek.
Die Teilnehmer profitieren mehrfach: Sie senken ihre Stromkosten durch reduzierte Netzentgelte, beziehen saubere Energie zu stabileren Preisen, stärken die regionale Wertschöpfung und leisten einen aktiven Beitrag zur Versorgungssicherheit und zum Klimaschutz. Der Strom wird lokal erzeugt und dort verbraucht, wo er gebraucht wird, das schont Netze und Ressourcen gleichermaßen.
Die laufenden Kosten sind bewusst schlank gehalten: Der Grundbeitrag beträgt 3,10 Euro pro Zählpunkt und Monat (inkl. USt). Bezogener Strom wird aktuell mit 9 Cent pro Kilowattstunde (exkl. USt) abgerechnet, für eingespeisten Strom erhalten Mitglieder 8 Cent pro Kilowattstunde. Eine monatliche Abrechnung sorgt für Übersicht und Fairness, Einspeisung und Verbrauch werden auf Basis viertelstundengenauer Smart-Meter-Daten innerhalb der EEG verrechnet.
Bereits seit Mai läuft die EEG mit zwei institutionellen Partnern: Die Stadtgemeinde speist Strom aus der 235-kWp-PV-Anlage auf dem Dach der Feuerwehrzentrale ein, während der Abwasserverband Lainsitz diesen für den Betrieb der Hauptkläranlage nutzt. Damit wurde das Modell unter realen Bedingungen getestet. „Der Start war bewusst klein gehalten, um wertvolle Erfahrungen zu sammeln“, erklärt Infrastruktur-Stadtrat Martin Preis. „Wir wollen die EEG ausbauen, mit weiteren städtischen Energiequellen, Betrieben, Haushalten oder auch umliegenden Gemeinden.“
Informationen zur Teilnahme und weitere Details erhalten Interessierte auf der Website der Stadt Gmünd unter www.gmuend.at oder telefonisch bei der Abteilung Bauwesen unter 02852/52506-314. Auch die Energie- und Umweltagentur NÖ bietet Unterstützung unter 02742/22144.
