O-Bus

Gmünd - Ceske Velenice
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zur deutschsprachigen Version Ge[h]schichte[n] zweier Städte.
zur tschechischen Version Spolecná minulost.
zur englischsprachigen Version The historie of two towns.

O-Bus
O-Bus

Am 16. Juli 1907 wurde der Oberleitungsbusverkehr in Betrieb genommen. Der O-Bus beförderte Passagiere auf einer 2,3 km langen Route vom Gmünder Hauptplatz (genau gesagt vom Rathaus an der Schremser Straße) zum alten Bahnhof in České Velenice. Nach einem Jahr wurde ein neues Bahngebäude mit Postamt weiter weg vom Hauptplatz aufgebaut, und dadurch wurde die Strecke seit 1909 um einen Kilometer verlängert. Zur Beförderung der Passagiere dienten zwei geschlossene Mercedes-Stoll-O-Busse, hergestellt von der Firma Daimler aus Wiener Neustadt.
Der eine Wagen hatte 14 Sitz- und 10 Stehplätze, der andere ein Postabteil, 10 Sitz- und 8 Stehplätze. Diese Elektrofahrzeuge waren 5 m lang und 3,5 Tonnen schwer und konnten mit einer maximalen Geschwindigkeit von 15 km pro Stunde fahren. Die ganze Route konnte man ungefähr in einer halben Stunde zurücklegen. Nach dem Fahrplan fuhr der O-Bus täglich 16-mal in beide Richtungen von 5:40 bis 20:50 Uhr. Die Fahrkarte kostete 20 Heller, regelmäßige Passagiere konnten jedoch eine Dauerkarte für 50 Fahrten auf ihren Namen kaufen. Im Juli 1916 musste der O-Bus-Verkehr in Gmünd endgültig eingestellt werden. Als Grund wurden aufwändige Reparaturen und die mangelnde Rentabilität des Betriebes angeführt. Die Wagen kaufte der Betreiber, ließ sie auf Benzinantrieb umbauen und führte sie militärischen Zwecken zu. Die Kupferstromleitung wurde erst nach dem Ersten Weltkrieg entfernt. Der letzte Mast der Oberleitung stand vierzig Jahre lang in der Straße Čsl. legií in České Velenice.

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