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Willkommmen auf der Internetseite der Stadtgemeinde Gmünd
Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Juli des Jahres 1914 hatte neben den verheerenden Kriegsnöten auch nachhaltige Auswirkungen auf die Stadt Gmünd: er rief die Entstehung des Stadtteiles Gmünd-Neustadt hervor. Durch das Vordringen der russischen Truppen in die Karpatenländer der cisleithanischen Reichshälfte der Monarchie ergoss sich bereits im Spätsommer 1914 ein Strom von Flüchtlingen in Richtung Westen. Zur Unterbringung wurden Flüchtlingslager errichtet, eines der größten davon in Gmünd. Innerhalb weniger Wochen wurden die Flächen vor der Stadt zur Sammelstation für zehntausende Flüchtlinge unterschiedlicher Nationalitäten (vor allem Flüchtlinge aus Bukowina und Galizien). Die neue, hölzerne Stadt besaß eine beeindruckende Infrastruktur und war unter anderem mit Krankenhäusern, einer Schule, einer Kirche und einer Feuerwehr ausgestattet. Außerdem gab es kulturelle Einrichtungen wie ein Sommertheater, aber auch ein Elektrizitäts- und Wasserwerk. Bis zu 250 Personen bewohnten je eine spartanisch eingerichtete Wohnbaracke, wodurch entsetzliche gesundheitliche, sanitäre, versorgungstechnische, aber auch soziale Umstände verursacht wurden. In der Zeit des Ersten Weltkrieges (1914 - 1918) waren hier etwa 200.000 Personen untergebracht. Etwa 30.000 Menschen verstarben an den Folgen von Seuchen, Hunger und Krankheiten – der Flüchtlingsfriedhof im Südwesten von Gmünd-Neustadt erinnert an das Schicksal dieser Menschen.
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